Die imperialistische Macht des digitalen Zeitalters: Datenkolonialismus und künstliche Intelligenz
Artikelzusammenfassung
Macht im Ökosystem der künstlichen Intelligenz bemisst sich nicht allein am Marktanteil, sondern auch am Einfluss auf Wissen, Ethik und Politik.
Der Beitrag vertritt die These, dass koloniale Ausbeutung, die einst auf Rohstoffe zielte, heute menschliches Denken, Sprache, Kultur und Verhaltensdaten erfasst.
Wird lokales Wissen aus seinem Kontext gelöst, wird es zu einer Ressource, die globale Plattformen verarbeiten und vermarkten können.
Der Anspruch auf souveräne künstliche Intelligenz bleibt unvollständig, solange Chips und Cloud-Infrastruktur von ausländischen Anbietern abhängen.
Echte digitale Souveränität erfordert daher eine integrierte Strategie, die kritische Mineralien, Halbleiter, Daten, Modelle, Energie und Infrastruktur umfasst.